Westcoast-Eastcoast

Die nächsten Stationen stehen fest und langsam nimmt unsere Route durch Indien sehr konkrete Formen an.

Obwohl ich jetzt schon befürchte, dass ich mich schwer von Goa und der Westküste losreißen kann, geht es mit dem Flieger nach Bangalore, der Hauptstadt des Bundesstaates Karnataka, die mit knapp 8,5 Mio. Einwohnern auf 740 qkm die drittgrößte Stadt Indiens ist.

Ein harter Kontrast!
Zum Vergleich:
Ganz Goa verfügt nur über knapp 1,5 Mio. Einwohner auf 3700 qkm.
Vom Hippie-Paradies in die Großstadt-Hölle.

Tatsächlich ist Bangalore aber eine wichtige und interessante Zwischenstation, nicht nur wegen der Parkanlagen, Seidenprodukte, Sandelholzschnitzereien und einer modebewussten Bevölkerung, die verantwortlich für die sehr westlich geprägten Shoppingmalls ist, sondern weil wir dort zum Ursprungs-Sinn der Reise zurückkommen und uns das buddhistisches Institut CKSL anschauen werden.

Das CKSL ist eine Einrichtung, an der Mönche theoretisch und vor allem praktisch unterrichten, was es bedeutet, ein buddhistisches Leben zu führen und wie sich die Ausrichtung des eigenen Lebens an den Lehren des Dalai Lama umsetzen lässt.

Ja.
Eigentlich wollten wir nach Indien, um einige Wochen in einem Kloster zu verbringen und uns auf eine spirituell-buddhistische Reise zu begeben.
Richtung eigenem Ich, innerer Ruhe, Ausgeglichen-und Gelassenheit und um zumindest eine grobe Wegbeschreibung Richtung Nirvana zu erhalten.
Aber vor allem auch, um auszutesten, wo unsere Grenzen liegen und was mit uns passiert, wenn wir bei ihnen angekommem sind.

Denn der Aufenthalt in einem buddhistischen Kloster ist alles andere als ein Ausflug in eine Welt, in der man den ganzen Tag in der Ecke sitzt und auf die Erleuchtung wartet.
Im Gegenteil.
Es gibt sehr strenge Regeln und extreme Tagesabläufe, die den Besucher an seine physischen und psychischen Grenzen bringen.

Tatsächlich ist es aber in Südindien ein herausforderndes Projekt, ein klassisches Kloster zu finden, da diese hauptsächlich im Norden Indiens und in Tibet angesiedelt sind.

Das „Sera Monastery“ ist das einzige Kloster, das ich (über einige Umwege) finden konnte und das sehr eng mit dem CKSL verbunden ist.
Bedauerlicherweise ist aber ein längerer Aufenthalt ohne Genehmigung verboten und die „Permission“ nur erhältlich, wenn man sie vier Monate vorher beantragt, was wiederum nur zu festgesetzen Terminen möglich ist.

Somit wird uns nur ein kurzer Besuch gestattet sein, bei dem wir zumindest hereinschnuppern und erfahren können, ob ein längere Aufenthalt für uns sinnvoll und vorstellbar ist.

Von Bangalore geht es schließlich mit dem Zug an die Ostküste nach Chennai und Mamallapuram.
In Chennai, Hauptstadt des Bundesstaates Tamil Nadu und viertgrößte, indische Stadt, befinden sich „Marina Beach“, der angeblich zweitlängste Strand der Welt und eine der drei wichtigsten, großen Filmproduktionen Indiens.
Mein Auftritt in einem Bollywood-Streifen rückt somit in sehr greifbare Nähe, da Europäer äußerst beliebte Statisten sind. :)

Nach diesem kurzen Stopp in Chennai werden wir uns auf den Weg ins ca. 50km entfernte Mamallapuram machen, was als sehr großer Tempelbezirk und UNESCO Weltkulturerbe bekannt ist.
Dort gibt es neben den Küsten- und Meerestempeln noch weitere Highlights, wie etwa „Krishnas Butterball“, ein riesiger, runder Fels, der jeden Moment den Abhang herunter zu rollen droht oder die sogenannte „Herabkunft der Ganga“, welche das wohl größte Flachrelief der Welt ist und weitere, sehr sehenswerte Tempelanlagen, wie z.B. die „Fünf Rathas“, die auf jeden Fall auf unserer Besichtigungsliste stehen.

Ist diese abgehakt, verlassen wir die Ostküste und kehren zurück ins Landesinnere.

Next stop, next blog: Madurai.

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