So schön normal..

Die Krankenhaus-Saga
…wie alles begann

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Normalität.
Das ist etwas, dass ich gerne mit Alltag gleichsetze, manchmal auch mit Langeweile oder schlicht und ergreifend mit einem Tag ohne besondere Vorkommnisse.

Dabei kann Normalität so wahnsinnig spannend und vor allem beruhigend sein.
Das vergisst man viel zu oft.
Und oft sind die normalen Alltäglichkeiten so selbstverständlich geworden, dass man sie nicht mehr bewusst wahrnimmt.

Gerade jetzt wünsche ich mir diese unspektakuläre, geradezu eintönige Normalität und einen Abend auf der Couch ohne irgendwelche Aufregungen.

Stattdessen liege ich seit heute mittag mit einem gebrochenen Nasenbein im Krankenhaus.
Nachdem ich mich spontan entschieden habe, ohnmächtig zu werden und dabei so interessant zu stürzen, damit es sich wenigstens lohnt, in die Klinik zu fahren.

In solchen Situationen wird einem nur allzu unschön bewusst, dass man doch nur ein Mensch ist.
Und der Körper ein empfindliches, biologisches Konstrukt, dass, so dramatisch das jetzt auch klingen mag, ein Enddatum hat.

Und man spürt, was man gerne auszublenden versucht: Es kann sich alles ändern, plötzlich, unvorhersehbar und innerhalb einer Sekunde.

Ich möchte hier an eine Freundin erinnern, deren Vater letztes Jahr starb und auf dessen Beerdigung sie eine sehr bewegende Rede hielt, mit dem wohl wichtigsten Schlüsselsatz, den ich seit langem gehört habe und der sich fest in meinem Denken verankert hat:
„Schieb nichts auf!“

Mein Aufenthalt in der Klinik ist glücklicherweise nur zur Sicherheit und Beobachtung.
Aber manchmal braucht man ein paar kleine Wachrüttler, um sich dem eigenen Glück und zwei weiterer Schlüsselsätze bewusst zu werden:

„Es geht mir verdammt gut!“ und
„Es gibt unfassbar viele Gründe, verdammt dankbar und zufrieden zu sein!“

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3 Antworten zu “So schön normal..

  1. Eieiei. Ich wünsche dir eine schnelle Genesung, hoffentlich tuts nicht allzu sehr weh.

    Und ja, man sollte Dinge nicht aufschieben, vieles mehr schätzen, achtsam sein, bewusst und intensiv leben. Das gerät leider immer wieder viel zu schnell in Vergessenheit. Davon kann ich mich jedenfalls nicht freisprechen.

  2. Erschreckend, der Umstand, wie du dir dein Nasenbein gebrochen hast.
    Ich wünsche dir gute Genesung und einen ganz normalen Alltag …

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