„Wir haben doch keine Zeit!“

Philo-Sophie über Zeitfresser und Energiesauger im dauer-tickenden Alltags-Song

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Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber es kommt mir so vor, als würde die ganze Zeit ein aufgeregter Hase mit seiner Taschenuhr nervös neben mir her spazieren und eine wahnsinnige Hektik verbreiten.

Zeit ist in unserer heutigen Gesellschaft wohl das teuerste, wichtigste und gleichzeitig seltenste Gut.
Das permanente Leben nach der Uhr bestimmt das tägliche Leben, wir sind abhängig von zwei bzw. drei kleinen Zeigern, die uns vorschreiben, wann und in welchem Zeitraum wir etwas erledigen müssen und wie lange wir etwas machen dürfen.
Sie pressen unser Leben in enggesteckte Rahmen und wir tanzen fremdbestimmt im Tick-Tack-Takt.

Obwohl ich so tiefenentspannt wie noch nie bin und mich von nichts stressen lassen will, nimmt der Faktor Zeit viel Raum in meinem Alltag ein.

Jeden Morgen erwache ich voller Tatendrang, Energie und Motivation, starte in den Tag mit Plänen und Ideen und habe bereits nach kürzester Zeit das Gefühl, dass mir die Zeit zwischen den Fingern zerinnt.

„Wer hat an der Uhr gedreht…“
Der Soundtrack meines momentanen Alltags.

Ich nehme mir wirklich nicht viel vor, im Gegenteil, ich habe mein Freizeit-Programm drastisch minimiert, um genügend Zeit zum Erledigen meiner Prioritäten zu haben.

Zu meinen Top 3 gehört selbstverständlich dieser Blog und ich möchte am liebsten all die Zeit des Tages mit Schreiben verbringen.
Da sich damit aber (noch?!?) kein Geld verdienen lässt, verpufft meine Energie und Kreativität, sowie ein enormes Pensum Zeit im Laufe des Tages auf der Arbeit.
Und dadurch ist die Zeit, in der ich die Zeit zum Realisieren meiner Privat-Projekte habe, schon ziemlich spärlich gesät.

Hinzu kommt aber noch als Zeitfresser Nr. 2 der Zusammenprall von Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit, durch den mein Feierabend hauptsächlich vom Schlafen beherrscht wird.
Diese passive Tätigkeit nimmt, ob ich will oder nicht, momentan die größte Menge Frei-Zeit in Anspruch.

Es ist Zeit, sich Zeit zu nehmen, um die Zeitfresser und Energiesauger zu entlarven und wenn möglich auch zu eliminieren, damit man Zeit hat für die Dinge, die man liebt.
Und sich außerdem durch sinnvolle Entschleunigung den Druck der Zeiger zu nehmen.

Ab jetzt tanze ich, zumindest in meiner Freizeit, nach meiner inneren Uhr.
Denn einen besseren Rhythmus gibt es nicht…

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