Sonntags-Ausflug mit frühem Vogel

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In der Regel ist der Sonntag der Tag in der Woche an dem ich bis Mittags oder Nachmittags im Bett liege, Kaffee trinke und Zeitschriften lese.
(-außer natürlich es ist Flohmarkt)
Heute war es anders.

Schon kurz nach dem Aufwachen war ich voller Tatendrang und anstatt lange zu überlegen, was ich am liebsten und als erstes machen wollte, bin ich aus dem Bett gesprungen und einfach losmarschiert.
Spontan entschied ich mich, einen kleinen Spaziergang durch den Park zu machen und damit mein längst überfälliges „date for one“ umzusetzen.

Um das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden und um mich selbst ein wenig zu überlisten, nicht doch noch auf der Couch zu landen, habe ich dabei endlich meinen Altkleidersack weggebracht.

Neben den obigatorischen Joggern und Gassi-Gängern, gab es sympathische Omas und Opas, die freundlich grüßten und einige quackende Enten, die fröhlich über meinen Weg watschelten. Obwohl es noch früh war, war es doch schon so spät, dass selbst die letzten partywütigen Schnapsleichen den Weg in irgendein Bett gefunden hatten.

Dementsprechend ruhig und friedlich war es draußen und während ich anfangs noch mit meiner normalen Schrittgeschwindigkeit durch den Park hastete, passte ich mich schließlich der Geschwindigkeit der Natur an und ließ mich treiben und mehr von den Omas und Opas als von den hektischen Joggern inspirieren.

Als ich plötzlich, mit verschlammten 100€ Lederschuhen vom Park in einem Wald landete, teilweise querfeldein marschieren musste und schließlich neben einem Bach hertrottete, stellte ich fest, dass ich dümmlich vor mich hin grinste.
Es könnte definitiv etwas irre ausgesehen haben, aber die Joggerin, die an mir vorbei kam und anstatt der Gewichte in beiden Händen Weinflaschen schüttelte, konnte ich damit nicht irritieren.

Ich lief, so lange ich Lust hatte und kehrte unfassbar zufrieden und ausgeglichen zurück, um festzustellen, dass aus meinem kleinen Ründchen eine einstündige Wanderung geworden war.

Einige Stunden später grinse ich immer noch.
Und ich frage mich, warum wir uns manchmal so schwer tun, den Hintern hochzukriegen, obwohl wir doch wissen, wie gut uns Bewegung tut und wie nahrhaft schöne Unternehmungen sind.

Verflucht sei der Schweinehund mit seiner Fehlkonditionierung.
Der frühe Vogel kann mich in Zukunft gerne mal
– mitnehmen!
Ich programmiere mich jetzt um und laufe öfter draußen rum!

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