„H“ wie ..

..Halsschmerzen, Helau und Hildegard.

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Vor drei Tagen haben meine Mandeln entschieden, ein paar Halsschmerzen einzuladen, um mir einen (hoffentlich kurzen) Besuch abzustatten.

Um Erlaubnis wurde ich natürlich nicht gefragt und so macht sich deren ignorante Hartnäckigkeit in zunehmender Belagerung bemerkbar.

Da ich finde, dass es ein Zeichen der Höflichkeit ist, sich einander vorzustellen und weil ich denke, dass die Namensgebung förderlich zur Verbesserung der Kommunikation ist, nenne ich meine Besucher „Hildegard“.

Jemand wie Hildegard ist allerdings nicht sonderlich beliebt.
Sie ist eine kratzbürstige, unangenehme Person, die dafür brennt ihren Gastgebern die Energie zu rauben und die in der Regel auch noch ihre rücksichtslosen Freunde mitbringt, die sämtliche Atmungswege belagern.

So bleibt mir regelmäßig vor Erschöpfung die Luft weg und es verschlägt mir die Sprache, mitansehen zu müssen, wie sich Hildegard und ihre Kumpanen in einem fremden Zuhause aufführen.
Meine Mandeln und meine Stimme sind nach kürzester Zeit nicht mehr wiederzuerkennen und völlig verwüstet.

Hildegard verursacht mir durch diese terroristische Art Kopfschmerzen, eine unglaubliche Müdigkeit und unsere Beziehung lässt sich nur als äußerst hitzig und angespannt bezeichnen.

Besonders lästig ist ihr Besuch, wenn man eigentlich andere Pläne hat, als sich von ihr fertig machen zu lassen und die von ihr unvermeidlich zerstört zu werden drohen.
So hoffe ich, dass ihr aktueller Besuch spätestens am Donnerstag vorbei sein wird und ich meine eigenen Pläne mit voller Einsatzbereitschaft realisieren kann.

Ein alljährlicher Höhepunkt des Jahres steht vor der Tür:
Fasching/Fastnacht/Karneval

Die 5. Jahreszeit findet ihren krönenden Höhepunkt, was ich mit stimmgewaltigen „Helau“-Rufen gebührend feiern möchte.
Da momentan höchstens ein Krächzen zu vernehmen ist und meine sowieso schon unterentwickelten karnevalistischen Walgesänge dadurch ein Maximum an Schrägheit erreicht haben, würde mein Kostüm in Kombination mit der schnappatmenden Kurzatmigkeit wenigstens äußerst authentisch wirken.

Aber ich zähle auf
„H“ wie Hoffnung, dass mein glockenhelles Helau fröhlich durch die Faschingshochburgen hallt und Hildegard da ist und bleibt wo das Antibiotikum wächst.

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4 Antworten zu “„H“ wie ..

  1. noemiebeidenzwergen

    Es freut mich, dass du eine wahre Karnevalistin bist. Ein wahrer Jeck, lässt sich durch den Besuch von Hildegard nicht aufhalten. Du schmeisst sie einfach raus, oder noch besser, du nimmst sie mit zum Weiberkarneval am Donnerstag und spendierst ihr ein paar Schnäppschen. Aber Spass beiseite : gute Besserung!

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