Träume werden wahr! – Ach ja?Immer?

image

Nachdem ich mich die Tage in dem Artikel „von Machern und Träumern“ mit der Thematik „Verwirklichung von Wünschen und dem Ausleben von Leidenschaften“ auseinander gesetzt habe, kam ich nicht mehr darum herum, mein Leben einer kleinen Bestandsaufnahme zu unterziehen.

Das Ergebnis:
Ich habe schon einige meiner kleineren und ein paar meiner größeren Träume realisieren können.
Ob etwa der Fallschirmsprung aus 4000m, meine Backpacker Reise durch Indien oder auch nur ein frischer Croissants mit meiner Lieblings-Himbeermarmelade.

Auf der Liste der unvergesslichen Erlebnisse und erfüllten Wünsche kommt bereits einiges an Kuriosem und vermeintlich Alltäglichem zusammen und spiegelt nebenbei noch die jeweiligen Lebensphasen wider.

Der Besuch eines Take That Konzerts beispielsweise würde mich heute nicht mehr vom Hocker reißen, war aber damals als hysterisch kreischender und hoffnungslos verliebter Teenager das absolut Größte, was ich mir jemals hatte vorstellen können und ich heulte vor Glück mit meiner besten Freundin um die Wette.

Manche Träume sind leichter zu erfüllen als Andere.
Der Traum von einem neuen Paar Schuhe lässt sich beispielsweise wesentlich einfacher erfüllen, als der Wunsch, selbst zu einem perfekten Paar zu werde.

Ein perfektes Paar, wie etwa meine neuen Mickey Mouse Plateau Sneaker, die einfach zusammen gehören, sich ergänzen und mit denen man mit jeder Menge Wohlfühlfaktor und Spaß gleichmäßig durchs Leben gehen kann.
Einer links, einer rechts.

Bisher gab es nur die verschrobenen Kombinationen von High-Heel mit Sportschuh oder Sandalette mit Gummistiefel.
Autsch!

image

Zurück zum Thema:

Beim Schuhkauf spielen lediglich die eigene Liquidität, der Geschmack und die Schuhgröße eine Rolle.
Bei der Suche nach „Mr. Right“ kommt schon einiges mehr an Faktoren zusammen und viele können wir gar nicht oder nur begrenzt beeinflussen…

Einige Wünsche sind abhängig vom Handeln und Denken anderer Menschen.
Das bringt einen nicht zu unterschätzenden Anteil der Machtlosigkeit und Passivität mit sich, wenn man sein Glück nur begrenzt selbst in die Hand nehmen kann und sich in Geduld und dem Glauben an das Glück und ein wohlgesinntes Schicksal üben muss.

Wie Ben Froehlich in meinem Artikel kommentierte, gehören Träume zum Leben dazu: „…man ist auch nie nur ein Macher, sonst fehlten die Träume, die man zu Taten machen kann.“

Da hat er Recht.
Das Leben hätte so viel weniger Sinn, wenn man keine Träume hätte und wir hätten so viel weniger zu tun, wenn wir keine Zeit mit der Realisierung verbringen würden.

Nichtsdestotrotz gibt es Träume, die man schon seit Jahren realisieren will und nicht so wirklich voranzukommen scheint.
Etwa der Traum von beruflicher Selbstverwirklichung.

Gerade jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich meinen Job am liebsten kündigen und endlich das tun möchte, das mir mehr gibt als nur das Geld für die Miete und jede Menge Klamotten für die Ersatzbefriedigung.
Etwas, das mich fordert und fördert, bei dem ich meine Talente und kreativen Ideen einsetzen und nutzen kann.
Etwas worin ich aufgehe, wo ich meine Leidenschaft und meine Fähigkeiten ausleben kann, ohne permanent einengende Grenzen gesteckt zu bekommen und in einem so enormen Maß von der Inkompetenz und den Launen anderer abhängig zu sein.

Leichter gesagt als getan.
Wenn die eigene Existenz und Sicherheit auf dem Spiel steht, bin ich meilenweit von einem Andreas Baader entfernt und frage mich lediglich ganz nach Meinhoferschen Art: „Wie mache ich das?“

Das wirft die Frage auf:
Hat man denn überhaupt schon etwas bzw. genug gemacht oder war der Einsatz bisher so lächerlich gering, dass man gar nicht gewinnen konnte?
Und hat man schon einen wirklich großen Schritt in eine Richtung getan oder schlafwandelt man immer noch, ganz in träumerischer Manier, sinnlos und unwissend durch die Nacht?

Vielleicht sollte man sich selbst wachrütteln und alles, getreu dem Motto „no risk, no fun“ auf eine Karte setzen und spielen?
Doch was ist mit den Machern, die verlieren?
Tja, sie wissen zumindest, dass sie es probiert haben und jagen nicht mehr stupide ihren Träumen hinterher.
„Wir bereuen nicht die Dinge die wir getan haben, sondern nur die Dinge, die wir nicht getan haben“ sagte Randy Pausch kurz bevor er starb.
Und er hat verdammt Recht damit!

In diesem Sinne schaue ich mir meine Spielkarten an und mache mir nicht allzu viele Gedanken über den nächsten Zug.
Denn wenn das Schicksal seine Finger mit im Spiel hat kommt es sowieso wie es kommen soll.
Also mache ich doch jetzt zukünftig lieber und riskiere, dass ich verliere, als das ich weiterhin nur träume und nicht gewinne!

Und wer sagt denn überhaupt, dass das, was ich verlieren könnte, nicht schon ein Teil des Gewinns sein kann?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s