Was hat sie, was ich nicht will?!?

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Was wären wir eigentlich ohne Vergleichbarkeit?

Wenn wir nicht wüssten, dass es Andere gibt, die mehr Geld haben, mehr Sex, die tollere Wohnung, den besseren Job, das schnellere Auto, die perfektere Figur..
Wären wir dann glücklicher und zufriedener?

Die berühmt berüchtigten „was wäre, wenn…“ und „wenn …, dann…“ -Überlegungen, die mich gerne heimsuchen, wenn ich nichtsahnend mit einem Glas Wein in der Küche sitze und darüber nachdenke, wie es wohl wäre, wenn…

Dabei fällt mir auf: warum ist in der Sprache überhaupt eine grammatikalische Zeitform vorhanden, mit der man sich mit utopisch-futuristischen, eventuell möglichen Ereignissen beschäftigen kann, wenn wir doch im Hier und Jetzt leben können sollen und wollen?

Verflucht seist du, du konjunktivisches Miststück!!!

Was wäre, wenn ich aufhören würde, mich mit Anderen zu vergleichen? Was wäre, wenn ich aufhören würde, mein eigenes Leben mit kritischem Buchhalterblick zu begutachten? Was wäre, wenn ich aufhören würde, es den Anderen Recht machen zu wollen? Was wäre, wenn ich jeden Tag nur das machen würde, was mir Freude macht?

Was wäre, wenn ich in Zukunft sagen würde:
„Es ist..“ und „ich habe..“

Dann würde ich wohl einfach nur – leben und hätte mir das erste Mal in meinem Leben die richtigen „Fragen“ gestellt…

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6 Antworten zu “Was hat sie, was ich nicht will?!?

  1. Diese Idee ist interessant. Aber ist es nicht gerade das „Was wäre wenn…“ und das „wenn…dann“ die uns antreiben? Und ist der Vergleich mit Anderen immer negativ? Das waren jetzt meine ersten Gedanken.
    Ich denke, in einem gesunden, nicht selbstschädigendem Maß ist der Vergleich etwas, dass uns weiterbringt. Wäre man nur bei sich SELBST, würde man dann nicht irgendwie stagnieren? Hmmm…da denke ich jetzt mal noch ein Weilchen drüber nach. Danke für den Denkanstoß liebe Sophie!

    • Danke für deinen Denkanstoß..;)
      Ich stimme dir da schon in gewissem Maße zu, gerade was das gesunde Mittelmaß angeht.
      Wir kommen bei diesen Gedankengängen auch ganz schnell zurück zum Thema „Träumen“ und landen beim „Machen“. :)
      Allerdings findet der Konjunktiv in der Zukunft statt und man kann dadurch jede Menge Gegenwarts-Zeit verlieren, wenn man sich zu viel mit „was wäre wenn..“ befasst.
      Ich denke, im Prinzip weiß man, was man will, aber ein bißchen Inspiration ist natürlich nie verkehrt.
      Nichtsdestotrotz besteht die Gefahr, dass man sich ablenken oder verunsichern lässt, wenn man vergleicht.
      Und dies ist schon so gesellschaftsnormal geworden, dass man es manchmal gar nicht mehr merkt. Es kommen so viele Stimmen von außen, die uns vorschlagen, was wir alles tun sollen und wollen könnten, dass man die innere Stimme auch mal überhört.

      • Nina Ryschawy

        Liebe Sophie. Dem stimme ich absolut zu. Darum ging es ja auch in einem meiner Beiträge, nämlich dem über das Buch „Mut für Zwei“ von Julia Malchow. Da natürlich im Bezug auf die Familie und die Erziehung eines Kindes. Aber…die innere Stimme und die Intuition sind sehr sehr wichtig. Und es stimmt, dass wir uns teils etwas mehr auf sie besinnen sollten.

  2. Diese Gedanken sind der Schritt zu einem wirklich guten, zufriedenen, glücklichen Weg!
    Ich empfehle dazu folgende weitere Gedankenanstöße
    http://www.sira-Hypnose.de
    Artikel: wie glücklich darf ich sein
    und
    Ich hab‘ keine Zeit
    :)

  3. wenn ich es mal schaffe, dann fühle ich mich ruhig und angenommen… in meinem leben verankert und am ende bin ich für den moment zufrieden…

  4. In der Betriebswirtschaftslehre gibt es das Benchmarking. Man vergleicht sich mit dem Klassenbesten um wirtschaftlich voran zu kommen und Fehlverhalten zu erkennen. Von daher tu ich mir schwer, den Fremdvergleich zu verteufeln. Hilft das vergleichen doch auch, Bequemlichkeiten aufzugeben und aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen.

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