verspätet: 10 Worte Nr.5

„Der Goldfisch von Oberunterbach“ –
Teil 3

Mit den folgenden Wortvorgaben des Blogprojekts „Blogger schreiben gemeinsam Geschichte“ Teil 5,
habe ich einen weiteren Teil der „Goldfisch-Story“ kreiert und bin selbst gespannt, wie es beim nächsten Mal weitergeht..

Dies sind die 10 Worte, die es diesmal zu verbauen galt:


Spätsommer
Bier
Alternative
verstehen
Wunder
helfen
kalt
Dalai Lama
Welt
mitmachen

„Bärbel-Chantal fühlte sich wie in einem unerträglich kitschigen Liebesfilm, wie Meryl Streep in „Die Brücken am Fluss“, als Clint Eastwood plötzlich vor ihr steht und zwischen den beiden ein funkensprühendes Feuer entsteht.

Es war ein Wunder mit dem sie nicht mehr gerechnet hatte, als Horst plötzlich in dieser herrlichen Spätsommernacht im „Strammen Max“ aufgetaucht war.

Ihre Welt stand seitdem völlig Kopf, sie fühlte sich frei, beschwingt und konnte nicht verstehen, wie Horst innerhalb von wenigen Tagen so ein Gefühlschaos in ihr anrichten konnte.

Sie nahm einen großen Schluck von dem kalten Bier, einen tiefen Zug ihrer Zigarette und dachte über die letzten aufregenden Nächte nach, die sie seit der ersten Begegnung miteinander verbracht hatten.

Was würde nur der Goldfisch von dieser neuen Entwicklung halten?
Würde er ihr weiterhin bei der Verschleierung ihrer Identität helfen, sie weiterhin beschützen?
Wenn sie sich so leichtsinnig auf einen fremden Mann einließ, dürfte die Unterstützung des Goldfischs keine realistische Möglichkeit sein.
Abgesehen davon, dass ihre Bereitschaft für kleine Gefälligkeiten dem Goldfisch gegenüber durch Horst deutlich gesunken war.

Doch was war die Alternative?
Flucht? Sich einfach aus dem Staub machen und verschwinden?
Und was würde passieren, wenn sie Horst beichten würde, welche Bomben sie mit sich herum schleppte, die jederzeit explodieren konnten.
Würde er dieses Leben in ständiger Sorge vor einer Entdeckung mitmachen?
Konnte sie ihn überhaupt dieser Gefahr aussetzen?

Er kam aus dem Badezimmer zurück und sah ohne das T-Shirt mit dem zufrieden lächelnden Buddha, das er so gerne trug, noch besser aus.

„Du siehst so nachdenklich aus“ sagte er, setzte sich zu ihr und zwirbelte an einer ihrer Haarsträhnen herum.

„Hast du jemals den Dalai Lama getroffen?“ fragte Bärbel-Chantal

„Den Dalai Lama?“, er lachte, „wie kommst du denn jetzt darauf?“

„Na wegen dem Buddha T-Shirt das du so gerne trägst.“

„Baby, ich trage gerade kein Shirt, geschweige denn eine Hose, deswegen sollten wir uns jetzt umbedingt mit etwas Anderem beschäftigen.“ hauchte er ihr ins Ohr und zog sie eng an sich.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s