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Erkenntnis des Tages/48

8und40

„Ein vermeintlicher Rückschritt kann letztendlich ein großer Fortschritt sein.“

Schicksal, ergebe dich!

„Jeder ist seines Glückes Schmied“, „Der Glaube kann Berge versetzen“

Alltbekannte Sprüche, deren tiefgreifende Wortwörtlichkeit selten (für) wahr genommen wird.
Oder?

Kann man tatsächlich alles schaffen, was man sich aus tiefstem Herzen wünscht und alles realisieren wonach man sich sehnt?
Oder sind wir wahllose Marionetten unseres vorherbestimmten Schicksals, das die Führung in unserem Leben übernimmt und schadenfroh – amüsiert zuschaut, wie wir mit den uns gestellten Aufgaben fertig werden?

Gibt es so etwas wie Karma, das uns als Strafe oder Belohnung in einem ganz bestimmten Leben aussetzt aus dem es kein Entkommen gibt?
Sind wir Gefangene in der mächtigen Vorherbestimmung ohne jeden Ausweg?

Natürlich nicht.
Denn es wäre das wohl Frustrierendste und Sinnloseste im Leben, wenn wir keine Wahl hätten und nicht selbst über unser Schicksal entscheiden würden.
Wir sind es, die die Fäden in der Hand haben und die die Puppen tanzen (oder auch Trübsal blasen) lassen.

Ich entscheide jeden Tag aufs Neue ganz allein darüber, was ich anziehe, esse und sage.
Ich bin es selbst, die sich ein paar viel zu teure Schuhe kauft und mit Kreditkarte bezahlt, obwohl das Konto eindeutig gegen diese Entscheidung ist.

Es ist die gleichgültige Bequemlichkeit, der man sich hingibt, um keine Verantwortung übernehmen zu müssen.
Es ist doch so schön einfach, wenn man jemandem die Schuld in die Schuhe schieben kann, wenn es mal nicht so läuft wie es laufen soll.
Ich kann als gesunder Mensch keine Radikaldiät machen, dabei täglich Pizza und drei Tüten Chips essen und behaupten, die Gene seien Schuld, dass ich einfach nicht abnehme.

Es ist erschreckend, dass es, wie Stefanini es beschreibt, Menschen gibt, die schicksalsergeben ihre Zeit absitzen ohne die Chancen zu erkennen, geschweige denn, sie zu nutzen.

Dabei hat jeder, zumindest bis zum letzten Atemzug, die freie Wahl.

Aufgeben oder kämpfen?
Träumen oder leben?
Bangen oder wagen?
Klagen oder freuen?

Mir bleibt nur zu sagen:
„Schicksal, ergebe dich, du trügerischer Schweinehund!“

Erkenntnis des Tages/19

9zehn

„Nein“ zu sagen ist keinesfalls ein egoistischer Akt, sondern eine wichtige Methode, um zu sich selbst „Ja“ zu sagen.

Hat man jedes Mal die Wahl?

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Ist es immer, in jeder Situation, möglich, frei nach dem eigenen Willen zu entscheiden und zu handeln oder gibt es Situationen, in denen man die eigenen Wünsche den gesellschaftlichen Konformen unterwerfen muss?

Und wo beginnt diese Einschränkung?

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Schickes Schicksal

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Nachdem meine Ankunft im Krankenhaus nun eine Woche her ist und ich seit meiner Entlassung ein wenig Alltagsluft schnuppern und zur Ruhe kommen konnte, hat heute die Verarbeitung der Geschehnisse begonnen.

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